Juni 5, 2026
Pufferbatterie

Ein plötzlicher Stromausfall und die gesamte Anlagensteuerung ist gelöscht? Für viele Instandhalter in deutschen Industriebetrieben ist das ein Albtraumszenario. Der Grund ist oft trivial, aber fatal: eine leere Pufferbatterie in der SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung).

Was ist eine Pufferbatterie und warum ist sie so wichtig?

In Steuerungen von Marktführern wie Siemens (Simatic)Mitsubishi (MELSEC) oder Fanuc sorgt die Pufferbatterie dafür, dass flüchtige Daten im Arbeitsspeicher (RAM) erhalten bleiben, wenn die externe Stromversorgung unterbrochen wird. Ohne diese kleine 3,6V Lithium-Zelle verliert die Steuerung ihre Parameter, Betriebsprogramme und Uhrzeiteinstellungen.

Fokus auf Industriestandards: Mitsubishi und Toshiba

Besonders in der automatisierten Fertigung und im Maschinenbau sind Komponenten von Mitsubishi und Toshibaweit verbreitet.

  • Mitsubishi: Viele deutsche Unternehmen nutzen die zuverlässigen MELSEC-Steuerungen (z.B. FX-Serie). Hier sind spezifische Pufferbatterien wie die ER6V oder F2-40BL essenziell.
  • Toshiba: In vielen CNC-Maschinen und Robotik-Systemen finden sich hochwertige Toshiba-Lithiumzellen(z.B. ER6VC119A).

Beim Austausch dieser japanischen Qualitätszellen ist es wichtig, auf die exakte Passform und die richtige Steckverbindung zu achten, damit die Datensicherheit Ihrer Anlagen garantiert bleibt.

Wann sollten Sie die Batterie wechseln?

Die meisten Hersteller empfehlen einen Austausch alle 2 bis 5 Jahre. Warten Sie jedoch nicht, bis die rote „BATTERY LOW“-LED an Ihrer SPS leuchtet. In staubigen oder heißen Industrieumgebungen kann die Lebensdauer der Lithium-Thionylchlorid-Zellen (Li-SOCl2) deutlich kürzer sein.

Unsere Empfehlung: Notieren Sie das Installationsdatum direkt auf der Batterie und planen Sie den Wechsel präventiv im Rahmen Ihrer jährlichen Wartungsintervalle ein.

Worauf Sie beim Kauf achten müssen

Beim Austausch ist Zuverlässigkeit das oberste Gebot. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Spannung: Meistens 3,6V (nicht mit Standard-Batterien verwechseln!).
  • Kompatibilität: Prüfen Sie die Hersteller-Teilenummer (z.B. Ersatz für Toshiba ER17330V).
  • Steckverbindung: Viele SPS-Batterien haben spezifische Kabel und Stecker.
  • Markenqualität: Setzen Sie auf bewährte Zellen von Spezialisten wie AkkuCompany, die passgenaue Lösungen für Siemens, Mitsubishi und Toshiba bieten.

Fazit: Kleine Investition, großer Schutz

Eine neue Pufferbatterie kostet nur wenige Euro, aber ein Datenverlust kann Stillstandskosten im fünfstelligen Bereich verursachen. Sorgen Sie vor und prüfen Sie noch heute den Status Ihrer Backup-Batterien.